Anna Steffi Winterhoff

Dachdämmung: Varianten, Kosten, Zuschüsse

Das Dach eines Hauses macht nach der Fassade den größten Teil der Gebäudeoberfläche aus. Bis zu 20 Prozent der Heizungswärme entweichen über es – vermeidbare Kosten für Sie und die Umwelt. Der Grund für hohe Heizkosten und mangelnde Energieeffizienz ist eine schlechte Dachdämmung.

Die Vorteile einer professionellen Dachdämmung

Ein Dach zu dämmen, bietet viele Vorteile:

  • Wärmeschutz: Im Sommer heizt sich der Dachboden nicht übermäßig auf, im Winter entweicht weniger Wärme über das Dach. Sie erhalten ein gutes Wohnklima über das ganze Jahr verteilt.
  • Die Dachdämmung amortisiert sich oft schon nach zehn Jahren durch die Heizkostenersparnis – danach sparen Sie bares Geld.
  • Neben der Energiedämmung sorgt eine Dachdämmung auch für guten Lärmschutz.
  • Eine Dachdämmung lässt weniger Kondenswasser entstehen und schützt so vor Feuchtigkeit. Feuchte Räume sind anfälliger für Schimmelbefall. 
  • Eine Dachdämmung steigert den Wert Ihrer Immobilie.
Dämmstoff einer Dachdämmung


Foto:

Diese Varianten der Dachdämmung gibt es

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Verfahren hängen mit den Dachsparren zusammen, also mit den von oben nach unten verlaufenden Holzbalken am Dach. Je nach Lage der Dachdämmung sind die Aufsparrendämmung, die Zwischensparrendämmung und die Untersparrendämmung möglich. Einen speziellen Fall stellt die Einblasdämmung. Außerdem ist eine Kombination der Verfahren möglich. Hier eine Übersicht über die Unterschiede:

1. Aufsparrendämmung:
Bei der Aufsparrendämmung befestigen die Fachleute von außen beispielsweise Platten aus Steinwolle oberhalb der Sparren. Diese Dachdämmung hat den Vorteil, dass sie eine ununterbrochene Fläche bildet. So ist eine durchgehende Wärmedämmung gewährleistet. Diese Variante eignet sich besonders für Neubauten. Will man bereits bestehende Gebäude mit dieser Dachdämmung isolieren, müssen unter anderem Dachfenster oder Schornsteine an die Höhe angepasst werden. Die aufgebrachten Platten müssen robust gegen Klimaveränderungen sein.
 
2. Zwischensparrendämmung:
Diese Variante wird von innen vorgenommen. Die Platten werden zwischen den Dachsparren verlegt. Achten Sie darauf, dass diese möglichst eng mit den Sparren abschließen. Platten mit einer gewissen Überbreite bieten sich hier an.

3. Untersparrendämmung:
Hier wird ebenfalls von innen gearbeitet. Nachteilig ist bei dieser Methode, dass ihre Energiedämmung nicht ganz so gut und das Material dünn ist. Daher wird sie meist mit einer Zwischensparrendämmung zusammen angewandt. Auf der Bekleidung des Daches befestigt man eine sogenannte Konterlattung, die mit Klemmfilzen versehen wird. Dann bringen die Fachleute Platten aus Gipskarton oder Profilhölzer an.

4. Einblasdämmung:
Dieses Verfahren hat sich als spezielle Dämmmethode zum Dämmen schwer oder gar unzugänglicher Hohlräume bestens bewährt. Die Einblasdämmung ist für Bestandsbauten, insbesondere Altbauten, besonders geeignet, da sie sich im Nachhinein ohne große bauliche Änderungen durchführen lässt. Bei der Einblasdämmung werden lose Dämmstoffe entweder in Form von Flocken (wie zum Beispiel Zelluloseflocken) oder Granulat mit Hilfe einer Einblasmaschine in die vorgenannten Hohlräume geblasen. 

Die Kosten für eine Dachdämmung

Was eine Dachdämmung kostet, lässt sich nicht pauschal sagen. Zu groß sind die Unterschiede am jeweiligen Dach und zu sehr variieren die oben genannten Formen der Dachdämmung. Wollen Sie Ihren Altbau mit einer guten Dachdämmung versehen, ist zudem wichtig, wie gut die Eindeckung des Daches und der Dachstuhl in Schuss sind. Ist das Dach eher baufällig, muss man unter Umständen den Dachstuhl verstärken oder manche Sparren neu anbringen. Allgemein entscheiden die folgenden Aspekte über die Kosten der Dachdämmung:

  • Welche der Art der Dachdämmung ist erforderlich beziehungsweise erwünscht?
  • Welche Materialien wählen Sie für Ihren Dachdämmung und wie dick sind diese? 
  • Wie groß ist das Dach?
  • Handelt es sich um ein Steildach oder ein Flachdach?
  • Wie ist die bauliche Verfassung des Daches?
  • Wie komplex ist die Konstruktion des Daches angelegt?

Wer bezahlt Zuschüsse?

Da der Schutz des Klimas und auch die Energieeffizienz hoch im Kurs stehen, unterstützt auch der Staat die Dachdämmung. Förderprogramme gibt es hier:

Letztendlich sind die hier vorgestellten Möglichkeiten zur Dachdämmung alle eine gute Wahl. Damit Sie sich richtig entscheiden, sollten Sie sich von einem kompetenten Fachteam in allen Fragen beraten lassen.

Lesen Sie mehr zum Thema in unserer Rubrik Sanierung & Reparatur.

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